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Viele Leute kennen sie, Autofahrer stöhnen manchmal darüber und ärgern sich: plötzlich sind lauter gelbe Flecken wie von Geisterhand versprenkelt vorhanden.

Die Ursache ist der Reinigungsflug der Bienen. Während des Winters verlassen sie nicht ihre Behausung. In dieser Zeit füllt sich die Kotblase (siehe Bienenanatomie) an. In den ersten warmen Tagen fliegen sie aus und entleeren ihre gefüllte Kotblase. Das Ergebnis sind viele gelbe Farbflecken dann.

Bienenkotflecken nach dem Reinigungsflug
Bienenkotflecken nach dem Reinigungsflug

Diese Flecken stammen vom Blechdeckel der Beuten

2. März 20214

In der Tat, es geht wieder los!! Vor einer Woche hatte ich von einem Imker, der seine Völker südlich von Frankfurt stehen hat, erfahren, dass bei ihm die erste Brut zu sehen ist. Heute, nach der Durchsicht aller unserer drei Völker , kann ich das Gleiche behaupten.

Wir haben alle Beuten geöffnet, den Totenfall entfernt und alle Rahmen durchgesehen. Einige der Rahmen sind noch sehr schwer und voller Honig. Auf anderen - vor allem den mittleren - haben wir sowohl verdeckelte Brut als auch Larven in unterschiedlichen Stadien gefunden. Eier oder Stifte jedoch haben wir nicht gesehen.

Natürlich haben wir auch Bilder gemacht. Auf der Seite "Eigene Völker" stelle ich sie passend zu den jeweiligen Bienenvölkern ein.

 

Volk 2 - Larven und erste verdeckelte Brut nach dem Winter am 2. März 2014
Volk 2 - Larven und erste verdeckelte Brut nach dem Winter am 2. März 2014

Urban beekeeping oder Stadtbienenhaltung ist inzwischen ein weit verbreitetes Thema. In der Novemberausgabe der Zeitschrift "Deutsches Bienenjournal" wird eine weitere Form vorgestellt: Balkonbienen.

Hierbei geht es um die Möglichkeit, sich eine Beute wie einen Blumenkasten am Balkon zu halten und auf diese Weise Bienen in die Stadt zu bringen. Bei diesem Beutentyp lassen sich bis zu 32 Rähmchen nebeneinander im Innenraum unterbringen. Die herkömmlichen Standbeuten nehmen je Zarge wesentlich weniger aber dafür größere Rahmen auf. Das Rahmenformat nennt sich Kuntzsch.

Max Kuntzsch war ein ein Leipzig geborener Imker und Bienenforscher. Er war der erste, der Holz- statt Korbbeuten einführte. Das Rähmchenformat beträgt 33 x 25 cm. 

Die Balkonbeute ist etwa einen Meter lang und wird mit einer speziellen auf die Beute zugeschnittenen Halterung einfach an die Balkonbrüstung gehängt. Das Flugloch zeigt dabei nach vorne. Wie bei anderen Beutensystemen auch werden Nachbarn dadurch nicht belästigt. Die Bienen fliegen das Flugloch direkt an und müssen nicht erst aufsteigen, weil sie bereits in ihrer Flughöhe sind.

Mehr dazu findet sich unter der URL balkonbienen.de   Dort ist in einem Youtubevideo auch mehr über Anbringung und das System zu erfahren. Diesen Beutentyp kann man wie einen Bausatz selber zusammensetzen. Näheres dazu auch unter der genannten Adresse. Ebenso steht dort etwas mehr zum Thema urban beekeeping oder Stadtbienen.

Honig kann man natürlich auch bekommen. In der Stadt blüht es ja wesentlich länger als auf dem Lande. Dadurch verlängert sich die Tracht der Bienen erheblich.

 

 

Die Symbolbedeutung der Biene gründet sich seit alters her auf ihren Fleiß. Bereits in der Bibel gibt es hierzu einige Hinweise. In der Bibel (Lutherübersetzung in der revidierten Fassung von 1984) werden sie an zwei Stellen erwähnt. Beide Fundstellen sind im Alten Testament. Im Psalm 118 Vers 12 heißt es: "Sie umgeben mich wie Bienen" und im Buch Jesaja Kapitel 7 Vers 18 und 19: "Zu der Zeit wird der Herr herbeipfeifen die Fliege am Ende der Ströme Ägyptens und die Biene im Lande Assur, dass sie kommen und sich alle niederlassen in den tiefen Tälern und in den Steinklüften und in allen Hecken und an jeder Tränke."

Natürlich werden auch andere Insekten erwähnt. Das bekannteste Insekt ist hierbei die Heuschrecke. Sie gilt als rein und essbar und entfacht zugleich die Heuschreckenplagen. Ameisen werden wegen ihres besonderen Fleißes erwähnt. In den Sprüchen Salomons steht im 6. Kapitel Vers 6 bis 8: "Geh hin zur Ameise, du Fauler, sieh an ihr Tun und lerne von ihr!Wenn sie auch keinen Fürsten noch Hauptmann noch Herrn hat, so bereitet sie doch ihr Brot im Sommer und sammelt ihre Speise in der Ernte." und im Kapitel 30 Verse 24 und 25: "Vier sind die kleinsten auf Erden und doch klüger als die Weisen: die Ameisen - ein schwaches Volk, dennoch schaffen sie im Sommer ihre Speise; .."

Der Valentinstag am 14. Februar gilt nicht nur als Tag der Floristen und Liebenden. Bereits in der vorchristlichen Antike war er durchaus verbreitet. Am 14. Februar wurde im antiken Rom die Göttin Juno geehrt. Sie ist wie die griechische Entsprechung Hera die Beschützerin von Ehe und Familie. Ihr zu Ehren erhielten die Frauen an diesem Tage Blumen. Der 14. Februar ist zugleich in der christlichen Tradition auch der Tag des oder genauer der heiligen Valentin. Es gibt deren gleich zwei mit dem selben Namen, deren Bedeutung sich im Lauf der Zeit vermischt haben: Valentin von Terni und Valentin von Rätien.

"Der Heilige ist Schutzpatron der Jugendlichen, Reisenden und Imker. Er wird bei Wahnsinn, Epilepsie und Pest angerufen. Zudem soll er zur Bewahrung der jungfräulichen Unschuld und zu einer guten Verlobung und Heirat verhelfen."  (Zit. nach Wikipedia)

Wie er es  zum Patron der Imker gebracht hat, habe ich nicht ermitteln können. Der "klassische" Schutzpatron der Imker ist der heilige Ambrosius. Ein Bienenschwarm soll der Legende nach über ihm als Kind in der Wiege Honig in seinen Mund geträufelt haben ohne ihn zu stechen. Hierdurch sei seine spätere "honigsüße Sprache" als einer der vier lateinischen großen Kirchenväter entstanden. Der Bienenkorb gilt aus diesem Grunde auch als Attribut des hl. Ambrosius, Bischof von Mailand.

Hier ein Link dazu:

Der Schutzheilige der Wachszieher, Bienenzüchter, Bienen und Haustiere

http://www.google.de/imgres?sa=X&rlz=1C1MDNC_deDE455DE502&espvd=210&es_sm=93&biw=1280&bih=923&tbm=isch&tbnid=-hsFb0_cEtCjeM%3A&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.taurachsoft.at%2Fbienen%2Fmailform%2Fpatron.htm&docid=vVTcXYqgMsrYYM&imgurl=http%3A%2F%2Fwww.taurachsoft.at%2Fbienen%2Fpatron.gif&w=150&h=164&ei=aeMAU-WXJYXrswa814HYCQ&zoom=1&iact=rc&dur=954&page=1&start=0&ndsp=49&ved=0CL0BEK0DMCA

 

Zur Symbolik der Biene:

"Ambrosius vergleicht die Kirche mit einem Bienenkorb und den Christen mit einer dem Stock stets treuen und fleißig darin arbeitenden Biene, die den bösen Rauch der Hoffart, Schmeichelei etc. hasse und, die Blumen prüfend, von allem nur das Beste, den Honig, behalte. In Chaldäa (und dem kaiserlichen Frankreich) ist die Biene z. B. herrscherliches Symbol. Zugrunde liegt das Bild der Königin (die man lange für einen König hielt!) an der Spitze eines fleißigen und gedeihenden Gemeinwesens.

Ausserdem ist die Hieroglyphe der Biene mit sechs Beinen Zeichen für das Rad mit sechs Strahlen, daher Sonnensymbol. Bei den Griechen hieß sie "das priesterliche" Tier, weil sie alles Unreine meidet und nur vom Duft der Blume lebt. Von da ist sie auch im Abendland Sinnbild der Reinheit.

Für Bernhard von Clairvaux repräsentiert sie deshalb den Heiligen Geist. Ihre zielgerichtete Arbeit hat sie zum Symbol der theologischen Hoffnung werden lassen. Dargestellt wird sie außer in heraldischen Stilisierungen selten; doch begegnet sie gelegentlich als Attribut der Heiligen Ambrosius und Johannes Chrysostomus, denen beide honigsüße Beredsamkeit zugeschrieben wurde.

...

Nur in römischen Kirchen begegnen die Bienen als Wappentiere des Geschlechts Barberini. Die von Pietro da Cortona gemalte Decke im Palazzo Barberini stellt dementsprechend Bienen dar, die die christlichen Tugenden umschwärmen. Der Grundriss der Kirche S. Sapienza ist sogar zu Ehren des Papstes Urban VIII., der dem Hause Barberini angehörte, der Gestalt einer Biene nachgebildet."

(Gerd Heinz Mohr, Lexikon der Symbole, Seite 51,; 4. Aufl. 1976)

 

aus dem Internet: http://www.symbolonline.de/index.php?title=Biene :

"Keyword: Biene

Links: AmeiseHonigInsektenSchmetterling

Definition: Die Biene (vermutlich lautmalerisch und Tabuwort, das verhindern sollte, dass das Tier durch Nennen seines richtigen Namens vertrieben wurde) gehört zu den gesellig lebenden Hautflüglern. Sie sind Blütenbesucher mit Sammelapparaten aus Haar- und Borstenkämmen für Pollen und Nektar; sie betreiben Brutpflege in geschützten Nestern mit Brutzellen. Der Honig entsteht aus Blütensaft (Nektar) im Honigmagen der Arbeits-Bienen, das Wachs, mit den sie die Brutzellen aufbauen, in Blättchenform aus Drüsen der Bauchseite (den Wachsspiegeln). Außerdem sammeln die Bienen Blütenstaub (Pollen), der zu Nahrungsbrei für die Larven verarbeitet wird. Larven werden durch Füttern mit dem Weiselfuttersaft (Gelée royale) zu Königinnen gezogen; die alte Königin fliegt mit einem Teil des Volkes aus (Schwarm) und gründet ein neues Volk.

Durch tanzartige Flugbewegungen zeigen sie ihren Artgenossen im Stock die Nahrungsquelle an.

Information: Die Biene wurde schon in frühen Kulturen – nicht nur wegen wegen ihres Honigs – geschätzt und geschützt. Trotz ihrer Stachel werden sie z. B. in Kinderliedern besungen ("Summ, summ, summ, Bienchen flieg herum"). Die summenden und tänzelnden Bienen gehören zum Frühjahr und Frühsommer, ihr Ausbleiben während der Blütezeit hat Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit von Pflanzen.

Interpretation: Durch das scheinbare Sterben im Winter symbolisiert die Biene Tod und Auferstehung, durch Nähe zum Göttlichen Unsterblichkeit: Zeus wurde als Säugling von Bienen genährt, ihr Honig ist Götterspeise und Opfergabe. Bienen stehen unter dem Schutz von Artemis, Demeter und Persephone und gelten als himmlische Boten, die dem Menschen himmlische Gaben wie Weissagung oder Wegweisung bringen, aber auch Nachrichten in die geistige Welt befördern.

Die Überlieferung der antiken Vorstellung, dass die Bienen ihre Brut nicht zeugen, sondern von den Blüten sammeln, ließ die Christen die Biene als Symbol der Jungfräulichkeit ansehen (Bienen-Korb auf Marienbildern). Die Biene findet sich auch als Herrschaftsemblem und Wappentier (Napoleon).

R. M. Rilke über die Verbindung zum Geistigen, Göttlichen: "Wir sind die Bienen des Unsichtbaren. Wir tragen leidenschaftlich den Honig des Sichtbaren ein, um ihn im großen goldenen Bienenkorb des Unsichtbaren anzuhäufen." Vermutlich vom Bienenschwarm abgeleitet ist das schwärmen für etwas, auch im Sinne von idealistischen und unrealistischen Vorstellungen.

Ein moderner Klassiker ist "Die Biene Maja", die sich durch Individualität und Eigensinn vom Kollektiv abhebt. Sie widersteht dem regressiven Sog des Kollektivs und des Unbewussten. Für eine Biene ist das besonders schwierig, da ihr Leben als Teil der staatlichen Gemeinschaft, nicht als individuelles Leben organisiert ist. Das Bienenvolk steht für Fleiß ("Bienenfleiß"), Ordnung und vorbildliche Gemeinschaft.

Die Bienenkönigin, lebendes Zentrum des Bienenvolkes – ohne sie stirbt das Volk – verfügt über große regenerative Kräfte und kann zum Symbol für das Selbst werden. Musikalisch ist der Hummel (eine Bienenart) durch Rimsky-Korsakovs Hummelflug ein Denkmal gesetzt worden.

Literatur: Standard

Autor: Wolter, Hanna"

 

Als ich in meiner Heimatstadt Bad Oldesloe auf die Theodor-Mommsen-Schule, einem Gymnasium, wechselte, wurden wir Schüler bei der Einschulungsfeier auf die beiden Tiersymbole am Haupteingang aufmerksam gemacht: auf den beiden Seiten waren eine Biene und eine Schnecke in den Stein gehauen. Sie sollten uns Schüler zu Fleiß (wie die Biene) und nicht zur Langsamkeit und Faulheit (wie die Schnecke) motivieren und anspornen.

 

 

 

 

Zum späten Herst oder frühen Winter erfolgt eine zweite Behandlung der Bienenvölker gegen die Varroamilbe.

Sie wird im November oder Dezember durchgeführt,weil zu dieser Zeit keinerlei Brut mehr im Volk vorhanden ist. Die Außentemperatur soll dabei zwischen +3° und +10 Grad betragen.

Die eigentliche Behandlung erfolgt mit einem Gemisch aus verdünnter Oxalsäure und Zucker. Ich verwende dafür ein Fertigprodukt des Serumwerkes Bernburg. Die Oxalsäure und die benötigte Saccharose sind bereits fertig konfektioniert. Sie müssen nur noch miteinander vermischt werden.

Für die Behandlung wird von diesem Gemisch aus  Oxalsäure und Saccharose mit einer Einwegspritze eine definierte Menge zwischen je zwei Rahmen eingebracht. Die Bienen nehmen die gesüßte Säure während des Putzens  auf. Hierdurch verändert sich der pH-Wert ihrer Haemolymphe in Richtung sauer.

Die blutsaugenden Milben mögen das  überhaupt nicht, sterben an einer Übersäuerung (auch Azidose genannt) ab und fallen zu Boden. Den Bienen schadet die niedrige Oxalsäurekonzentration nicht.

Oxalsäute ist übrigens eine natürlich vorkommende Säure. Wir kennen sie aus vielen Nahrungsmitteln, wie zum  Beispiel dem Rhabarber. Hierzu ein Auszug  aus Wikipedia:

"Oxalsäure und ihr Kaliumsalz kommen in größeren Mengen in Rhabarber (180–765 mg/100 g Frischgewicht, Stiele) und anderen Knöterichgewächsen (Polygonaceen) vor wie z. B. Sauerampfer, das meiste davon in den Blättern, weshalb nur der Stiel des Rhabarbers nach dem Kochen zum Verzehr geeignet ist. Auch Sternfrüchte (Averrhoa carambola) enthalten viel Oxalsäure (40–1000 mg/100 g Frischsubstanz). In ähnlichen Mengen kommt Oxalsäure aber auch im namensgebenden Sauerklee (Oxalis), Mangold (110–940 mg/100 g Frischgewicht), Spinat (120–1330 mg/100 g Frischgewicht), Petersilie (0–185 mg/100 g Frischgewicht), Kakao (338–480 mg/100 g), Schokolade (80–200 mg/100 g) und Roten Rüben (17–329 mg/100 g Frischgewicht) vor. Ferner wird Oxalsäure von vielen Pilzen ausgeschieden; ihre Produktion wird durch alkalische Reaktion der Nährlösung gefördert."

Am zweiten Adventssonntag 2013, dem 8. Dezember, haben wir diese Behandlung bei einer Außentemperatur von 5 Grad durchgeführt. Dazu haben wir in jede Beute 30 ml gesüßte Oxalsäure in die Wabengassen gespritzt. Auf die Spritze hatte ich zur besseren und feineren Steuerung einen sogenannten Butterfly aufgesetzt, wie er in der Medizin für Injektionen oder Blutentnahmen verwendet wird .

Oxalsäurebehandlung
Oxalsäurebehandlung

Oxalsäurebehandlung

Jeder von uns kennt das Phänomen: da tauchen plötzlich wie aus dem Nichts Flugkörper auf, die uns umschwärmen und es scheinbar auf uns abgesehen haben. Manchen Bienen- oder Wespengiftallergikern sträuben sich die Haare und innere Alarmglocken sind angeschaltet....

Kaum ein Mensch hat noch keinen Insektenstich abbekommen. Jeder hat seine mehr oder weniger unangenehmen Erfahrungen mit ihnen gemacht.

Was ist wichtig in solcher Situation, was sollte man oder frau vorher wissen?

Bienen und Wespen unterscheiden sich äußerlich sehr deutlich. Aber auch ihr Fressverhalten ist völlig unterschiedlich. Bienen sind bei ihrer Suche primär auf Nektar und Süßes aus. Wespen hingegen sind Allesfresser.

In Deutschland sterben ungefähr 20 Personen pro Jahr an den Folgen eines Bienen- oder Wespenstichs. Diese Zahl ist relativ klein. Zum Vergleich: die Zahl der Toten die an HIV sterben, betrug im Jahr 2012: 550 laut RKI, die Zahl der Verkehrstoten  3600 im Jahr 2012, die Zahl der Lottomillionäre 2012: 50. Insgesamt sind die Toten durch Bienen- oder Insektengifte also recht selten.

Diese Zahlen zeigen, dass die Bedrohung im Grunde gar nicht so stark ist. Sie sind etwas für den Kopf, den Verstand. Aber was nützen sie, wenn man oder frau einen vermeintlichen "Angriff" subjektiv völlig anders und bedrohlich erlebt?

Was ist nun wirklich wichtig? Ruhe bewahren gilt hier als allererstes. Keine hektischen Bewegungen, sondern sich zur Ruhe zwingen. Bienen oder auch Wespen lassen sich mit einer kontrollierten Wischbewegung oft verscheuchen. Bei schnellen Bewegungen können sie sich angegriffen fühlen und sich damit "provoziert" zur Wehr setzen wollen.

Sollte es doch einmal zu einem Stich gekommen sein, läuft das folgende immer nach einem ähnlichen Muster ab:

an der Einstichstelle kommt es zu einer Lokalreaktion, die sich durch eine Schwellung und Rötung, sowie durch Schmerz und Juckreiz bemerkbar macht. Sollte der Stachel noch zu erkennen sein, ist es hilfreich ihn zügig zu entfernen u.z. ohne großen Druck auf ihn und das gestochene Gewebe auszuüben, damit sich nicht noch weiteres Gift aus ihm entleert.

Es gibt inzwischen im Handel ein durchaus nützliches Gerät namens "bite away", das durch eine kurz dauernde lokale Überwärmung das injizierte Gift unschädlicher macht. Selber habe ich es mit unterschiedlich gutem Erfolg verwendet. Der Einfachheit halber hier ein Link dazu : http://www.ebay.de/sch/i.html?_trksid=p2050601.m570.l1311.R1.TR6.TRC0.A0.Xbite+&_nkw=bite+away&_sacat=0&_from=R40

Durch lokales Kühlen vermeidet oder verlangsamt man die Ausbreitung des Giftes in den Körper. Ebenso durch konsequentes Nicht-Jucken oder Nicht-Kratzen, auch wenn es noch so sehr dazu verlockt.

Von einer allergischen Reaktion spricht man erst, wenn es zu einer deutlich gesteigerten lokalen Reaktion (bis zu 25 % der Bevölkerung)  oder zu einer Allgemeinreaktion i. S. eines allergischen Schocks als Soforttypreaktion  kommt ( bei bis zu 3,5 % der Bevölkerung). Beide Reaktionen werden durch Antikörper gegen Immunglobuline der Klasse E [IgE], die gegen die Gifte gerichtet sind, ausgelöst.

Als Mittel zur sofortigen Behandlung bieten sich die freiverkäuflichen Antihistaminika wie Fenistil®, oder die Wirkstoffe Cetirizin oder Loratadin an. Cortison als Tablette bietet sich auch an, aber bis die antientzündliche Wirkung einsetzt, dauert es eine Zeit. Ausserdem hat wohl kaum jemand Cortison als Tabletten daheim auf Vorrat liegen, wenn er das nicht aus anderen Krankheitsgründen benötigt.

Nach der Akutbehandlung kann bei Einzelpersonen, die eventuell zur Gruppe der Allergiker zählen könnten, eine weitere Diagnostik und ggfs. Behandlung erforderlich werden. Diese kann entweder bei einem Dermatologen, Pulmologen (Lungenfacharzt), HNO-Arzt [alle mit der Zusatzbezeichnung: Allergologie] oder in einem Klinik-Zentrum stattfinden. Manche Haus- und Allgemeinärzte führen solche Untersuchungen auch durch. Eine sich anschließende mögliche Therapie wie die "Desensibilisierung" oder wie es heute heißt, SIT [Spezifische Immuntherapie] sollte allerdings nur in einer Einrichtung stattfinden, die im Notfall sofort reanimieren kann. Schließlich handelt es sich bei diesen allergischen Reaktionen und sogenannte Sofort-Typ-Reaktionen, die unmittelbares Handeln erfordern.

Ich habe der Einfachheit halber eine Liste verschiedener Links angefügt. Vielleicht helfen sie Betroffenen oder Wissbegierigen ja weiter.

 

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Insektengiftallergie

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/bienenstichallergie-neue-immuntherapie-kann-helfen-a-916285.html

http://flexikon.doccheck.com/de/Bienengiftallergie

http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Erste-Hilfe/Bienen-Wespen-und-Hornissen-494.html

https://www.thieme.de/viamedici/klinik-faecher-sonstige-faecher-1548/a/hyposensibilisierung-3918.htm

https://www.thieme.de/viamedici/klinik-faecher-notfallmedizin-1539/a/insektengiftallergie-3894.htm

http://www.chirurgie-portal.de/innere-medizin/bienengiftallergie.html

http://jucknix.de/bienenstich-allergie/

http://www.umm.uni-heidelberg.de/inst/ikc/alleranf.htm#Insekten

http://www.labor-schoen.de/go/laborschoen/_ws/mediabase/info/all%20Stufenplan-Karte%20pharm.pdf

http://www.wespenallergie.com/symptome.html

http://homepage.ruhr-uni-bochum.de/klaus.p.hoffmann/00000096c80ad1d53/00000096c80c0bba0/53407096cf0d72b01/53407096d10bdce06.html

http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/061-020l_S2k_Bienen_und_Wespengiftallergie_2011-03.pdf

Für die Bienenzucht oder Imkerei ist es wichtig, diesen Fahrplan der Entstehung stets im Kopf zu haben. Er spielt bei vielen Abläufen und Verhalten eine wichtige Rolle.

Zu Beginn ist die Zelle noch offen, sonst könnte sie ja auch nicht von der Königin bestiftet werden. Erst mit dem Übergang von der Streckmade zur Vorpuppe wird ein Deckel aufgebracht und somit die Zelle abgeschlossen. Jetzt spricht man von der "verdeckelten Brut".

Das Erstaunliche ist die völlig unterschiedliche Geschwindigkeit mit der sich die einzelnen Bienen"wesen" entwickeln: am schnellsten ist die neue Königin soweit: sie schlüpft bereits am 16. Tag aus ihrem Nest. Die Arbeiterinnen benötigen hierzu 21 Tage. Am längsten dauert die Entwicklung zum Drohn. Er schlüpft erst nach 24 Tagen.

Es gibt noch ein paar weitere Besonderheiten:

jedes einzelne der Bienenwesen hat sein ganz besonderes Hausformat. Von dessen Größe hängt es ab, was darinnen geschieht. Es mag verwirrend klingen, ist jedoch ganz einfach. Aus dem Bienenwachs werden drei verschiedene Haustypen gebaut. Die klassische Bienenwabe ist sechseckig. Allerdings gibt es davon 2 verschiedene Größen. Die Arbeiterinnen wachsen in den üblichen, normalen Wabengrößen auf, ich nenne ihn einfach mal Typ A. Die Drohnen haben es etwas komfortabler, denn ihr ebenfalls sechseckiges Wabengrundmaß ist etwas größer, Typ D. Am bequemsten haben es die Königinnen: sie wachsen in tropfen- oder becherförmigen Zellen heran, den Weiselzellen oder auch Weiselnäpfchen, die extra gebaut werden müssen.

Je nachdem, in welchen Haustyp die Königin das Ei aus ihrem Hinterleib legt, werden die Eier befruchtet oder nicht. Eier im Typ D, also für Drohnen, sind unbefruchtet, während die Eier für die Königin und Arbeiterinnen bei der Eiablage befruchtet werden. Ein Bienenei ist etwa 1,5 mm groß.

Bienen sind sogenannte holometabole Insekten. Während ihrer Entwicklungszeit machen sie alle eine vollkommene Verwandlung vom Ei über die Larve oder Made zur Puppe bis hin zum fertigen Insekt durch. Aus dem Ei entwickelt sich eine beinlose Larve oder Made, die sich im Abstand von je einem Tag insgesamt viermal häutet.

Die Larven oder Maden werden die ersten beiden Tage von Ammenbienen mit Futtersaft versorgt. Sie schwimmen regelrecht darin ohne jedoch zu ertrinken. Bis zu einem Larven- oder Madenalter von drei Tagen kann die Entwicklungsrichtung noch verändert werden, indem aus Arbeiterinnen Königinnen entstehen können. Diesen Umstand nutzt man in der Königinnenzucht aus, doch davon berichte ich später. Wenn ein Volk seine Königin verloren hat, ist hier auch die Möglichkeit, dass das Volk sich eine neue Königin heranzieht.

Der Futtersaft für die Königin ist anders zusammengesetzt als derjenige für die Arbeiterinnen. Er wird auch als Gelèe Royale bezeichnet. Die zukünftige Königin erhält diesen Saft während ihrer gesamten unverdeckelten Entwicklungszeit. Die anderen Bienen werden hingegen später mit eine Mischung aus Pollen (=Eiweiß) und Honig gefüttert.

Im Verpuppungsstadium werden die Zellen von den Arbeiterinnen mit einem luftdurchlässigen Deckel verschlossen. In der Vorpuppe verändert sich nun vieles: er erfolgt eine 5. Häutung und die dreigliedrige Körperbauform der Biene wird sichtbar. Die Puppe ist noch weiß und nimmt allmählich ihre Farbe an. Nach einer 6. und letzten Häutung kann die fertige Biene schlüpfen.

Hierfür müssen sie von innen den Deckel aufnagen oder abschroten. Danach können sie schlüpfen und sind Bestandteil ihres Volkes.

 

Tag Zelle Königinnen-Stadium Arbeiterinen- Stadium Drohnen- Stadium
1 offen Ei Ei Ei
2 offen Ei Ei Ei
3 offen Ei Ei Ei
4 offen 1.
Madenstufe
1.Madenstufe 1.Madenstufe
5 offen 2.Madenstufe 2.Madenstufe 2.Madenstufe
6 offen 3.Madenstufe 3.Madenstufe 3.Madenstufe
7 offen 4.Madenstufe 4.Madenstufe 4.Madenstufe
8 offen Streckmade Streckmade Streckmade
9 offen Streckmade Streckmade Streckmade
10 verdeckelt Vorpuppe Vorpuppe Vorpuppe
11 verdeckelt Puppe Vorpuppe Vorpuppe
12 verdeckelt Puppe Puppe Vorpuppe
13 verdeckelt Puppe Puppe Puppe
14 verdeckelt Puppe Puppe Puppe
15 verdeckelt Puppe Puppe Puppe
16 verdeckelt Schlupf Puppe Puppe
17 verdeckelt Puppe Puppe
18 verdeckelt Puppe Puppe
19 verdeckelt Puppe Puppe
20 verdeckelt Puppe Puppe
21 verdeckelt Schlupf Puppe
22 verdeckelt Puppe
23 verdeckelt Puppe
24 verdeckelt Schlupf

Am 26. August schrieb die Offenbach-Post über eine Serie von Beutendiebstählen in Südhessen. Ich hätte gerne den vollständigen Zeitungsartikel hier eingestellt und dazu die Offenbach-Post um Erlaubnis gefragt.

Bis heute habe ich nichts dazu von der Zeitung gehört. Deshalb gibt es hier nur den Link auf die online-Ausgabe des entsprechenden Zeitungsartikels:

 

http://www.op-online.de/lokales/nachrichten/langen/diebe-machen-imkern-leben-schwer-3075346.html

 

Quelle: http://www.innovation-naturhaushalt.de/der-bienenstock/scharfe-einblicke/

 

Der Körper der Honigbiene ist im Wesentlichen in drei Teile gegliedert: Kopf - Brust (Thorax) - Hinterleib (Abdomen). Im Brustbereich sitzen die durchscheinenden Flügel, typisch für die Gruppe der Hautflügler (Hymenoptera), zu der auch die Biene zählt. Die insgesamt sechs Beine sind ebenfalls am Thorax verankert. Sie dienen der Fortbewegung, haben aber jedes für sich weitere ganz spezielle Putz- und Sammelaufgaben, die für dieses als besonders fleißig bekannte Insekt so charakteristisch sind.

 

In einem Rasterlektronenmikroskop [REM] sieht der Kopf einer Biene so aus: leicht zu erkennen sind die beiden Antennen. Links oberhalb sowie rechts unterhalb sind die Facettenaugen sichtbar.

 

Quelle: http://www.innovation-naturhaushalt.de/der-bienenstock/scharfe-einblicke/

In einem Querschnittsbild sieht die Biene so aus:

Die einzelnen Organteile und Funktionen werden im unten stehenden Link beschrieben. Das Bild stammt aus dem sich öffnenden Lernprogramm.

http://www.google.de/imgres?sa=X&biw=1152&bih=693&tbm=isch&tbnid=kvO_RBQHgvO6QM:&imgrefurl=http://www.mallig.eduvinet.de/bio/

7insekt/7biene2.htm&docid=MRB6zHL0Ryt_AM&imgurl=http://www.mallig.eduvinet.de/bio/7insekt/

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Sollte das Programm sich nicht öffen, kopieren Sie bitte den Link in Ihren Browser und öffnen ihn dort.

 

Heutzutage hat sich für die Bienenzucht die inzwischen sehr weit verbreitete Magazinimkerei durchgesetzt.

Wir alle kennen sicherlich noch das Bild vom Bienenkorb, einem glockenähnlichen Gebilde aus Stroh, als überliefertes und traditionelles Wohnhaus für Bienen. In dessen Inneren bauen Bienen wild drauf los, weil hier keine ordnungsgebende Struktur vorhanden oder vorgegeben ist. Die Wabenwände werden parallel geführt, von oben nach unten gebaut und an den Rändern fest mit dem Korb verbunden. Man nennt dies Stabilbau. Um an den Honig zu gelangen, muß das gesamte Wabenmaterial herausgeschnitten und damit der vorhandene Lebensraum zerstört werden. Das ist natürlich unpraktisch.

Wildbienen leben und bauen in Hohlräumen wie z. B. Baumstämmen, Erdhöhlen. Unsere Vorfahren hatten dieses ausgenutzt und Höhlungen in Baumstämme geschlagen und mit einem Brett teilweise verschlossen. Zum Honigernten mußten sie auf die Bäume klettern. Die Menschen, die diese Tätigkeit ausübten, hießen Zeidler. Sie besaßen das Recht zum Tragen einer Armbrust und waren verpflichtet, Kaiser und Reich zu dienen [1].

Bienen benötigen kein Tageslicht, um sich in ihrer Behausung zu orientieren. Zur Brutpflege ist es wichtig, im Inneren eine Temperatur von 35° Celsius möglichst konstant zu halten. Wärme steigt bekanntermaßen nach oben. Entsprechend wird auch das Bauen bzw. Brüten nach oben bevorzugt.

Unter Beachtung dieser Bedingungen ist in vielen Ländern die sogenannte Magazinbeute als Bienenwohnung entstanden. Über die geschichtliche Entwicklung schreibe ich später.

Es gibt zwei grundverschiedene Typen von Beuten:

bei der Hinterbehandlungsbeute ist der Zugang zum Inneren auf der Rückseite, also hinten, während er bei der Oberbehandlungsbeute von oben erfolgt. In Deutschland war lange Zeit die Hinterbehandlungsweise verbreitet. Die Oberbehandlung kam aus Amerika und hat sich bei uns inzwischen als Standard durchgesetzt.

Im Prinzip haben alle Oberbehandlungsbeuten den gleichen Aufbau. Ich beschreibe ihn analog zum Hausbau:

 

Dachgeschoß Außendeckel aus Blech als Abschluss zum Schutz des gesamten Baus, der flach und überkragend auf dem Innendeckel aufliegt
6. Etage Innendeckel, der die Beute in der Höhe abschließt
5. Etage Absperrfolie, die die Bienen am weiteren Wachstum in die Höhe hindert
4. Etage Zarge für den Honigraum: hier deponieren die Bienen ihren Honig.
3. Etage Absperrgitter: die Maschen sind so gewählt, dass nur die Arbeiterinnen hindurch schlüpfen können, nicht aber die etwas größere Königin. Dadurch ist der Honigraum frei von Bienenbrut.
2. Etage Zarge, die den oberen Brutraum bildet
1. Etage Zarge, die den unteren Brutraum bildet
Erdgeschoß Bodenkonstruktion mit dem Einflugloch vorne und weiteren Einbaumöglichkeiten, nach oben hin offen, nach unten hin meist auch, aber durch ein engmaschiges Gitter für Bienen unpassierbar
Keller nicht vorhanden

 

 

In alle Zargen werden Rahmen gehängt, in die zu Beginn eine dünne Wachsplatte gelötet oder geschmolzen wird. Auf dieser Mittelwand errichten die Bienen zu beiden Seiten ihre Waben. Erst nach deren Fertigstellung können die Waben für die Brut oder den Honigeintrag verwendet werden.

Dieses Prinzip ist für alle Beuten gleich, doch unterscheiden sie sich in vielen verschiedenen Punkten: Größe und Anzahl der Rahmen, Material der Beuten, Aufbau der Zargen, Richtung, in die die Rahmen gehängt werden. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Beutentypen wie Dadant, Deutsch Normalmaß (DN oder DNM), Zander, Langstroth. Darüber schreibe ich an anderer Stelle ausführlich weiter.

Anmerkungen/Quellenangaben

[1] Der Wochenendimker , Karl Weiß, Kosmos Verlag, S. 34, 12. Auflage 2003

Hier der dritte Teil der Trilogie

▶ Bienen - Ein Volk und seine Königin 3/3 - YouTube.

Hier kommt der Zweite Teil

▶ Bienen - Ein Volk und seine Königin 2/3 - YouTube.

Auf Youtube habe ich die folgenden Videoclips zum Thema Bienenzucht mit vielen Informationen für interessierte Nicht-Imker gefunden

▶ Bienen - Ein Volk und seine Königin 1/3 - YouTube.

Der Ablauf eines Bienenjahres  läuft völlig unterschiedlich zum Menschenjahr. Die Bienen haben ihren eigenen Bio-Rhythmus. Auf das Bienenjahr komme ich an anderer Stelle zu sprechen.

Im Juli / August geht es mehr oder minder bereits auf sein Ende zu:

Draußen blüht es immer weniger. Einige Wiesen- und Feldblumen, aber auch viele Vorgärten haben natürlich noch eine Menge an Blüten anzubieten. Insgesamt ist die Menge der Blüten im Vergleich zum Frühjahr jedoch deutlich rückläufig.

Hierdurch ändert sich das Verhalten der Bienen im Stock deutlich: durch das geringere Nahrungsangebot werden nicht mehr so viele Flugbienen zum Ernten benötigt. Folglich geht die Brut in dieser Zeit deutlich zurück. Die Königin reduziert ihre Eiablage in die einzelnen Waben beträchtlich. Was jetzt noch ausgebrütet wird und entsteht, sind die sogenannten Winterbienen.

Durch die fehlende umfangreiche Blüte und wegen des vorher bereits eingetragenen Nektars und Honigs, haben sie einen wesentlich geringeren Stress als ihre Vorfahren: sie müssen nicht pausenlos in die Natur zur Nahrungssuche. Das hat zur Folge, dass sie länger leben. Diese Winterbienen können fast 6 Monate lang leben, also bis in das nächste Frühjahr hinein.

Um so weit zu kommen, müssen aber auch sie genügend Nahrung zur Verfügung haben. Juli und August sind die klassischen Monate der Honig-Ernte des Imkers. D. h. er nimmt den Bienen ihre angesammelten Vorräte weg für seine eigenen Zwecke. Diesen Verlust können die Bienen mangels entsprechenden Blüten nicht mehr ausgleichen.

Damit das Volk erfolgreich überwintern kann, muss deshalb vom Imker nach der Honigernte zugefüttert werden. Dadurch wird die fehlende Nahrungsmenge wieder ausgeglichen.

Zu diesem Zweck gibt es verschiedene Möglichkeiten und Verfahren:

allen gemeinsam ist, dass jedes Futter Zucker enthält. Manche Imker stellen sich den Futterteig selber her aus einer Mischung von Wasser, Zucker und Honig beispielsweise. Wer sich diese Mühe ersparen möchte, für den gibt es fertige Teige im Imkerfachhandel  zu kaufen. Diese sind entweder als ein riesiger Block von etwa 20 kg oder bereits portioniert in Scheiben von 2,5 Kg zu erwerben. Daneben gibt es noch flüssige Zuckerlösungen.

Diese Lösungen werden in spezielle Behälter gegossen und in der Beute auf die obersten Rähmchen der Zarge gestellt. Die Bienen können durch kleine Öffnungen hinein klettern und sich bedienen. Wichtig ist hierbei, dass den Bienen ein fester Halt geboten wird, damit sie nicht in die Zuckerlösung fallen und ertrinken. Das gilt besonders für offene Wannen, in denen die flüssigen Zucker den Bienen angeboten werden. Auf die Oberfläche müssen kleine schwimmende Inseln gelegt werden, die vom Rande her zu erreichen sind. Bienen sind Nichtschwimmer.

Die festen Teige werden ebenfalls oben auf die Rähmchen gelegt. Von dort holen sich die Bienen jeweils entsprechende Portionen und lagern sie ein.

Zufütterung: der Portionsbeutel liegt angeschnitten auf den obersten  Rahmen
Zufütterung: der Portionsbeutel liegt angeschnitten auf den obersten Rahmen

 

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