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12 Grad warm war es heute am späten Nachmittag während eines Spaziergangs im Kätchcheslachpark auf dem Frankfurter Riedberg. So langsam lässt der Frühling immer deutlicher grüßen.

Erblühte Salweide am 28.03.2018
Salweide im Kätcheslachpark

Die silbernen Weidenkätzchen werden durch ihre Pollenanteile zunehmend gelber . Die Bienen freuen sich sehr darüber. Der frische Pollen ist ihre erste Eiweißquelle, um die Brut und das Volk zu ernähren. Allerdings nur, wenn es warm genug ist, um auszufliegen.

Aber auch auf der Streuobstwiese tut sich etwas. Die Pflaumenblüte hat begonnen. Sie ist die erste im Reigen der Obstblüte. Noch sind es nur vereinzelte Blüten. Aber sie markieren den Anfang.

Pflaumenblüte am 28.03.2018
Pflaumenblüte am 28.3.2018
Pflaumenblüte im Kätcheslachpark am 29.3.2018

Noch eine Blüte habe ich gefunden, aber ich weiß nicht, zu welcher Pflanze sie gehört. - siehe Nachtrag -

Blüte am 28.03.2018

Das alles lässt doch hoffen... Leider machen die Wettervorhersagen für die nächsten Tage noch einmal einen Strich durch die Rechnung. Es soll wieder kälter werden. Und dennoch lässt sich der nahende Frühling nicht aufhalten...

Bei den Bienen findet allmählich die Durchlenzung statt. Die Winterbienen vom letzten Jahr beginnen langsam zu sterben. Die neue Brut und damit die neuen Bienen stellen somit den Generationenwechsel dar. Bei den derzeitigen Witterungs- und Nahrungsbedingungen wird es jedoch noch eine kleine Weile dauern, bis die Völker durchlenzt sind.

Nachtrag zum letzten Bild: es handelt sich um eine Kornelkirsche. Diese Info hat mich nach dem Veröffentlichen erreicht.

Endlich ist es soweit. Nach einem kurzen und knackigen Intermezzo scheint der Winter sich zu verziehen. So ganz langsam haben sich trotz Kälte und widrigen Bedingungen die Weidenkätzchen der Salweide weiterentwickelt. Jetzt geht es mit Tempo voran.

Salix caprea Salweide mit Kätzchen

Die Knospen platzen und lassen die Kätzchen hervorschauen. Bei einigen von ihnen entwickelt sich in der Tiefe bereits die typische gelbe Farbe des Pollens. Es wird nur noch wenige Tage dauern, bis die Bienen sich daran machen werden, den Pollen zu sich in ihre Beute zu bringen. Dort dient er ihnen als Eiweißquelle in der Brutaufzucht. Die Salweidenblüten produzieren sehr viel Nektar und sehr viel Pollen. Für die Bienen ist dies die erste und große Nahrungsquelle in der Zeit nach dem Winter.

Pollen auf dem Grunde eines Weidenkätzchens

Nicht nur die Salweide hat zu blühen begonnen. Auf der Wiese im Kätcheslachpark hat der Huflattich zu blühen begonnen. Huflattich heißt mit botanischem Namen Tussilago farfara. Er blüht im März und April. Den Bienen gibt er mäßig Pollen, aber viel Nektar. In der Medizin wird Huflattich bei Husten angewendet.

Huflattich am 24.3.2018 Tussilago farfara
Huflattich am 24.3.2018 Tussilago farfara

In den nächsten Tagen wird es hoffentlich wärmer. Dann bekommen die Bienen ausreichend Nahrung. Aber noch ist es für sie gefährlich. Denn es kann passieren, dass die Menge der noch vorhandenen Wintervorräte und das neu einzutragende Nahrungsangebot für die Brut und deren Aufzucht nicht ausreichend ist. Die Gefahr des Verhungerns und Sterbens ist noch nicht vorbei.

Alle Photos habe ich übrigens heute nachmittag in Frankfurt auf dem Riedberg aufgenommen.

 

Mit großen Verlusten sind wir dieses Jahr in den Frühling gestartet. Zurzeit neigt sich die erste markante Blüte bereits ihrem Ende zu. Eine der allerersten Blüten für die Bienen ist in unseren gemäßigten Breiten die Blüte der Salweide. Die klassischen Weidenkätzchen kennt so ziemlich jeder. Sie stellen mit ihren charakterischen gelben Staubgefäßen die ersten und damit wichtigsten Eiweißlieferanten für die Aufzucht der kommenden Bienen dar.

Salweide 2017
Salweide 2017
Salweide 2017

Die Bienen tragen diesen gelben Pollen in Form von gelben "Pollenhöschen" an ihren Hinterbeinen in den Bienenstock ein. Dort wird er zwischengelagert und dient den Ammenbienen als Eiweißquelle für Aufzucht der neuen Brut.

Das Explodieren ist natürlich nicht wörtlich gemeint. Jetzt um diese Zeit vermehrt sich die Anzahl der Bienen allerdings gewaltig. Drei Wochen dauert es, bis aus einem gelegten Ei eine fertige Biene schlüpft.

Eine Imkerregel lautet: Drei Wochen nach der Salweidenblüte explodieren die Völker. Da ist etwas dran. Die Salweide ist einer der ersten Pollen- und damit Eiweißlieferanten für die Nahrung der Bienen. Aus den von der Königin gelegten Eiern schlüpfen nach drei Tagen die Larven, die bis zum Stadium der Verdeckelung von den Bienen gefüttert werden. Mit dem Beginn der Salweidenblüte steigt das Nahrungsangebot in der Natur beträchtlich, so dass sich die Aufzuchtbedingungen im Bienenstock sehr günstig entwickeln. In dieser Zeit beginnt die Königin  verstärkt Eier zu legen. Drei Wochen später beginnt es deshalb im Bienenvolk enger zu werden, weil die Bevölkerungszahl stetig steigt. Parallel dazu steigt auch das Nahrungsangebot in der Natur weiter.

Bei der Völkerkontrolle heute morgen habe ich unter einem Rahmen Wildbau in Form eines Umhangs beziehungsweise Capes gefunden und entfernt. Beim Betrachten dieses Wabenwerkes entdeckte ich auf dem Boden der Zellen kleine weiße Striche: Bieneneier.

Mai 2016-0242

Beim Betrachten der einzelnen Zellenböden sind die Eier als kleine weiße Striche zu erkennen. Die Königin legt ihre Eier senkrecht zum Boden in die Zelle hinein. Anfangs ragen sie wie ein Dorn oder ein Stift senkrecht nach oben. Imker sprechen deshalb auch vom Bestiften der Zellen und nennen diese Eier Stifte. Im Laufe der nächsten zwei Tage legen die Eier sich um bis sie schließlich parallel zum Boden zu liegen kommen. Aus ihnen schlüpfen dann die Larven, die zunächst von den Bienen gefüttert werden. Wie alle Bienen erhalten sie am ersten Tag Gelèe Royale, aber dem zweiten Tag bis zu ihrer Verdeckelung ein Gemisch aus Pollen (=Eiweiß) und Nektar (=Kohlenhydrate).

[01.04.2016] ..macht nicht der Mai, wie es in der Redensart heißt. Alles neu macht der April, der beginnende Frühling.

Heute, am 1.4.12016 war ich auf der Streuobstwiese. Um die Mittagszeit war es noch recht kühl, keine 10 Grad Celsius. Doch an sämtlichen Fluglöchern herrschte bereits Hochbetrieb. Ankommende Bienen trugen Pollenhöschen an beiden Oberschenkeln. Zurzeit sind die gelben Weidenkätzchen, die Blüten der Salweide, mit ihrem Gelb besonders auffällig. Neben der Hasel ist die Weide der erste Pollen- und damit Eiweißlieferant für die Nahrung der Bienen.

Pollenhöschen
Pollenhöschen
Blühende Salweide oder Weidenkätzchen
Blühende Salweide oder Weidenkätzchen
Blühende Salweide
Blühende Salweide

Über den Winter haben wir trotz unserer Bedenken und Befürchtungen nicht ein einziges unserer 13 Völker verloren. Bei einer ersten Nachschau am 29. März 2016 waren alle Völker "weiselrichtig". Das heißt in jedem Volk befindet sich eine Königin. Bei der Durchsicht habe ich mehrere markierte Königinnen sehen können. Sie zu sehen heißt aber noch nicht, dass sie ihre Aufgaben richtig erledigt: für den Nachwuchs zu sorgen. Zum Glück enthielten alle Völker Brut, verdeckelte und unverdeckelte Brut. Damit geht der Start in die kommende Saison so richtig los. Futtervorräte waren überall noch vorhanden, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. In einem großen Volk sind sogar noch Futterwaben als Reserve vorhanden, falls es in den nächsten Wochen irgendwo zu einem Engpass kommen wird.

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