Mit anderen Augen gesehen – Zugleich eine Art Rückblick

Im Frühjahr 2016 hatten wir Besuch zum Public Beekeeping. Marie-Odile Schwarzhoff hatte ihre Kamera dabei und Photos von den Bienen gemacht. Ich zeige diese Bilder nach der hackerbedingten Zwangspause sehr gerne, zumal sie gleichzeitig einen kleinen Rückblick darstellen. Sämtliche Bilder sind von Marie-Odile Schwarzhoff und unterliegen dem Urheberrecht.

Bei ihrem Besuch waren wir gerade dabei ein Volk aus einer Beute im Deutsch Normalmaß [DNM] auf das bei uns verwendete Zandermaß umzuhängen. Die Länge der Rahmen unterscheidet sich bei diesen Systemen. Durch ein um 90° gedrehtes Aufhängen lassen sich die DNM-Rahmen auch im Zandersystem führen.

Öffnern der DNM-Beute
Öffnen der DNM-Beute
Beute in DNM. Zur Beruhigung werden die Bienen eingeräuchert. Früher geschah dies durch die Imkerpfeife, heute mit dem Smoker
Beute in DNM. Zur Beruhigung werden die Bienen eingeräuchert. Früher geschah dies durch die Imkerpfeife, heute mit dem Smoker
Entnahme und Umhängen von DNM auf Zandermaß
Entnahme und Umhängen von DNM auf Zandermaß
Umhängen von DNM auf Zander
Umhängen von DNM auf Zander. Hierbei werden die Rahmen um 90° gedreht aufgehängt

Neben diesem Umhängen liefen die normalen imkerlichen Tätigkeiten weiter.

Wabe oder Rahmen mit Brutkranz und Futterkranz
Wabe oder Rahmen mit Brutkranz und Futterkranz
Blick auf die Oberseite der Rahmen, im Vordergrund auf der "Windel" ist der Abfall der Beute zu erkennen
Blick auf die Oberseite der Rahmen, im Vordergrund auf der „Windel“ ist der Abfall der Beute zu erkennen
Ausgebaute Wabe mit verdeckelten Zellen (=Honig)
Ausgebaute Wabe mit verdeckelten Zellen (=Honig)
Brutnest einer Wabe
Brutnest einer Wabe
Biene mit Pollenhöschen an den Hinterbeinen
Biene mit Pollenhöschen an den Hinterbeinen
Untersuchung des Gemülls auf Varroamilben
Untersuchung des Gemülls auf Varroamilben
Auf der "Windel" liegen die Abfälle einer Bienenbeute zur Begutachtung
Auf der „Windel“ liegen die Abfälle einer Bienenbeute zur Begutachtung
Klassische Imkeransicht mit Schleier
Klassische Imkeransicht mit Schleier
Besetzte und ausgebaute Wabe. Rechts oben die vorstehenden Zellen enthalten Drohnenbrut
Besetzte und ausgebaute Wabe. Rechts oben die vorstehenden Zellen enthalten Drohnenbrut
Bienenbeuten. An der rechten Beute ist an der Vorderseite das Loch zu erkennen, das ein Specht im Winter produziert hat
Bienenbeuten. An der rechten Beute ist an der Vorderseite ein kleines Loch zu erkennen, das ein Specht im Winter produziert hat.
Bienenbeuten
Bienenbeuten
Beuten in der Frühjahrssonne
Beuten in der Frühjahrssonne

Zu Beginn des Frühjahrs waren nicht alle möglichen Plätze mit Bienenstöcken besetzt. Das hat sich im Laufe des Frühjahrs und Sommers gründlich geändert. Überall stehen die Beuten nun in Vierergruppen.

Schutz vor Spechten

In den letzten Wochen hat der Specht – vermutlich der Grünspecht – an unseren Beuten gehämmert und Holzschäden verursacht.

Um zu verhindern, dass er wieder zuschlägt, haben wir unsere Beuten mit Vogelschutznetzen gesichert. Diese Netze sind eher ein Saisonartikel. Also woher sie im Winter bekommen?

Ich habe diverse Baumärkte abgeklappert und bin in Offenbach bei Obi fündig geworden. So schaut es nun zurzeit bei unseren Bienenbeuten aus:

 

 

Spechte – Die unerwünschten Besucher bei den Bienen

Als wir am 21.12.2014 unsere Oxalsäurebehandlung an den Bienen durchführten, mussten wir leider eine weniger schöne Entdeckung machen: unsere Beuten hatten Besuch, unerwünschten Besuch bekommen. An mehreren Stellen war das Holz aufgesplittert. Bislang kannte ich das nur aus Erzählungen und war der felsenfesten Annahme, dass uns das natürlich niemals passieren wird. Ein Specht hat hier seine Spuren hinterlassen. Befallen ist etwa ein Drittel unserer Beuten.

Auf der Rückseite einer Beute in der oberen Zarge

 

 

Die Rückseite einer anderen Zarge. Hier sieht man sogar, dass der Specht ein kleines Löchlein in die Wand gehämmert hat.

 

Die Konsequenz wird nun sein, dass wir über die Beuten ein weitmaschiges Kunststoffnetz oder eventuell Kaninchendraht spannen werden, um so weitere Schäden zu verhindern. Sobald es wieder warm geworden ist im nächsten Frühjahr, werden wir die entstandenen Löcher mit Holzspachtelmasse wieder ausbessern und verschließen.