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Seit wenigen Tagen liegen zwei Hoch über uns und bescheren uns kalte, frostige Nächte und am Tag sehr viel Sonnenschein. Dabei steigen die Temperaturen in Bereiche, dass die Bienen ausfliegen können.

Heute, am 9. März 2022, bin ich zum ersten Mal in diesem Jahr auf die Streuobstwiese zu unseren Bienen gegangen und habe dort nach dem Rechten gesehen.

Das Ergebnis ist sehr erfreulich gewesen. Die Winterverluste halten sich in engen Grenzen. Die Bienen fliegen und tragen fleißig Pollen ein.

Ich zeige hier exemplarisch einige Photos von unseren Bienen:

Das sieht alles schon wunderbar aus. Aber die kritische Zeit herrscht gerade jetzt. Die Königinnen haben mit der Eiablage begonnen. Folglich benötigen die Bienen sehr viel Futter, um die neue Brut aufzuziehen. In diesen Zeiten können nun Mangelzustände entstehen, wenn die Vorräte im Volk zu klein sind und draußen in der Natur noch nichts blüht, von dem die Bienen den Nektar sammeln können. Die Konsequenz wäre dann, dass das Volk verhungert, obwohl es durch den Winter gekommen ist.

In wenigen Tagen, wenn es noch wärmer geworden ist, werden wir die Völker auswintern. D.h. wir sehen sie durch, schauen, ob sie "weiselrichtig" sind, also eine Königin haben, ob genügend Futter noch vorhanden ist, wie die Brutentwicklung ist. Außerdem wird hierbei der Totenfall beseitigt, die gestorbenen Bienen aus dem Stock entfernt.

Kalendarisch noch lange nicht, klimatisch? Hat er überhaupt angefangen, der Winter? In diesen Tagen haben wir für gewöhnlich die kälteste Zeit des Jahres. Aber was ist? Die Temperaturen sind fast schon im zweistelligen Bereich.

Ein Blick aus dem Fenster bestätigt dieses auf phänologische Weise: die Hasel blüht bereits. Der Winter geht auf sein Ende zu.

Seit über einer Woche sehe ich die Blütenstände hängen und sich langsam verfärben. Die Hasel ist einer der ersten Pollenspender für die Bienen. Sobald die Außentemperaturen es zulassen, verlassen sie ihren Bienenstock und sammeln die ersten Pollen ein. Als Eiweißquelle ist er sehr wichtig für die Aufzucht und Ernährung ihrer Nachkommen, der Brut. Jetzt, da die Königin wieder mit der Eiablage begonnen hat, ist der Bedarf entsprechend hoch.

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