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Ungewöhnliche Bienen gefunden

 

Am 18. September 2013 berichtete der Deutschlandfunk in seiner Sendung Forschung aktuell von indischen Bienen, die in der Nacht aktiv sind. Ihr wissenschaftlicher Name ist Xylocopa tranquebarica. Dabei handelt es sich um sogenannte Holzbienen. Sie weisen ein paar biologische Besonderheiten auf, auf die in der Sendung eingegangen wurde. Ihr Flugradius ist deutlich größer als der unserer heimischen Bienen, nämlich 35 km statt 3 km. Die Bienen selber sind dafür auch mit 4 cm entsprechend größer. Sie weisen ferner drei Ocellen auf als Augen. Mit ihnen können sie in der Nacht sehen.

Aus urheberrechtlichen Gründen kann  ich den Sendetext des DLF hier nicht veröffentlichen. Doch hat die Redaktion den vollständigen Text des Sendebeitrages im Internet veröffentlicht. Der Link dazu ist dieser:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/2256303/

 

Beim Googeln bin ich zudem noch auf folgende weitere Links zum gleichen Thema gestoßen.

Aus dem Wiener Hofmuseum eine Monographie im PDF-Format:

http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/ANNA_26_0249-0330.pdf

Ein Artikel zu den besonderen Augen, den Ocellen:

http://www.researchgate.net/publication/226627408_Zum_Problem_der_Ocellenfunktion_bei_den_Insekten

Hier muss man sich jedoch kostenlos registrieren, um den Artikel lesen zu können.

Ein weiterer Link vom Senckenberg-Institut in Frankfurt:

http://sdei.senckenberg.de/~openaccess/01666.pdf

 

 

Für die Bienenzucht oder Imkerei ist es wichtig, diesen Fahrplan der Entstehung stets im Kopf zu haben. Er spielt bei vielen Abläufen und Verhalten eine wichtige Rolle.

Zu Beginn ist die Zelle noch offen, sonst könnte sie ja auch nicht von der Königin bestiftet werden. Erst mit dem Übergang von der Streckmade zur Vorpuppe wird ein Deckel aufgebracht und somit die Zelle abgeschlossen. Jetzt spricht man von der "verdeckelten Brut".

Das Erstaunliche ist die völlig unterschiedliche Geschwindigkeit mit der sich die einzelnen Bienen"wesen" entwickeln: am schnellsten ist die neue Königin soweit: sie schlüpft bereits am 16. Tag aus ihrem Nest. Die Arbeiterinnen benötigen hierzu 21 Tage. Am längsten dauert die Entwicklung zum Drohn. Er schlüpft erst nach 24 Tagen.

Es gibt noch ein paar weitere Besonderheiten:

jedes einzelne der Bienenwesen hat sein ganz besonderes Hausformat. Von dessen Größe hängt es ab, was darinnen geschieht. Es mag verwirrend klingen, ist jedoch ganz einfach. Aus dem Bienenwachs werden drei verschiedene Haustypen gebaut. Die klassische Bienenwabe ist sechseckig. Allerdings gibt es davon 2 verschiedene Größen. Die Arbeiterinnen wachsen in den üblichen, normalen Wabengrößen auf, ich nenne ihn einfach mal Typ A. Die Drohnen haben es etwas komfortabler, denn ihr ebenfalls sechseckiges Wabengrundmaß ist etwas größer, Typ D. Am bequemsten haben es die Königinnen: sie wachsen in tropfen- oder becherförmigen Zellen heran, den Weiselzellen oder auch Weiselnäpfchen, die extra gebaut werden müssen.

Je nachdem, in welchen Haustyp die Königin das Ei aus ihrem Hinterleib legt, werden die Eier befruchtet oder nicht. Eier im Typ D, also für Drohnen, sind unbefruchtet, während die Eier für die Königin und Arbeiterinnen bei der Eiablage befruchtet werden. Ein Bienenei ist etwa 1,5 mm groß.

Bienen sind sogenannte holometabole Insekten. Während ihrer Entwicklungszeit machen sie alle eine vollkommene Verwandlung vom Ei über die Larve oder Made zur Puppe bis hin zum fertigen Insekt durch. Aus dem Ei entwickelt sich eine beinlose Larve oder Made, die sich im Abstand von je einem Tag insgesamt viermal häutet.

Die Larven oder Maden werden die ersten beiden Tage von Ammenbienen mit Futtersaft versorgt. Sie schwimmen regelrecht darin ohne jedoch zu ertrinken. Bis zu einem Larven- oder Madenalter von drei Tagen kann die Entwicklungsrichtung noch verändert werden, indem aus Arbeiterinnen Königinnen entstehen können. Diesen Umstand nutzt man in der Königinnenzucht aus, doch davon berichte ich später. Wenn ein Volk seine Königin verloren hat, ist hier auch die Möglichkeit, dass das Volk sich eine neue Königin heranzieht.

Der Futtersaft für die Königin ist anders zusammengesetzt als derjenige für die Arbeiterinnen. Er wird auch als Gelèe Royale bezeichnet. Die zukünftige Königin erhält diesen Saft während ihrer gesamten unverdeckelten Entwicklungszeit. Die anderen Bienen werden hingegen später mit eine Mischung aus Pollen (=Eiweiß) und Honig gefüttert.

Im Verpuppungsstadium werden die Zellen von den Arbeiterinnen mit einem luftdurchlässigen Deckel verschlossen. In der Vorpuppe verändert sich nun vieles: er erfolgt eine 5. Häutung und die dreigliedrige Körperbauform der Biene wird sichtbar. Die Puppe ist noch weiß und nimmt allmählich ihre Farbe an. Nach einer 6. und letzten Häutung kann die fertige Biene schlüpfen.

Hierfür müssen sie von innen den Deckel aufnagen oder abschroten. Danach können sie schlüpfen und sind Bestandteil ihres Volkes.

 

Tag Zelle Königinnen-Stadium Arbeiterinen- Stadium Drohnen- Stadium
1 offen Ei Ei Ei
2 offen Ei Ei Ei
3 offen Ei Ei Ei
4 offen 1.
Madenstufe
1.Madenstufe 1.Madenstufe
5 offen 2.Madenstufe 2.Madenstufe 2.Madenstufe
6 offen 3.Madenstufe 3.Madenstufe 3.Madenstufe
7 offen 4.Madenstufe 4.Madenstufe 4.Madenstufe
8 offen Streckmade Streckmade Streckmade
9 offen Streckmade Streckmade Streckmade
10 verdeckelt Vorpuppe Vorpuppe Vorpuppe
11 verdeckelt Puppe Vorpuppe Vorpuppe
12 verdeckelt Puppe Puppe Vorpuppe
13 verdeckelt Puppe Puppe Puppe
14 verdeckelt Puppe Puppe Puppe
15 verdeckelt Puppe Puppe Puppe
16 verdeckelt Schlupf Puppe Puppe
17 verdeckelt Puppe Puppe
18 verdeckelt Puppe Puppe
19 verdeckelt Puppe Puppe
20 verdeckelt Puppe Puppe
21 verdeckelt Schlupf Puppe
22 verdeckelt Puppe
23 verdeckelt Puppe
24 verdeckelt Schlupf

Rezepte mit Honig es gibt zur Zeit (31.8.2013) alleine auf der Website chefkoch.de 11175 Rezepte, in denen Honig verwendet wird. Von daher verzichte ich vorerst darauf, hier Rezepte einzustellen.

Wer jedoch eigene Koch- oder Backrezepte besitzt und sie hier einfügen möchte, darf das gerne über die Kommentarfunktion machen.

 

http://www.chefkoch.de

Relativ einfach kann man mit Hilfe von handels- oder haushaltsüblichem Puderzucker den Varroa-Befall eines Volkes untersuchen.

Wie es funktioniert, zeigt das folgende Video vom Bieneninstitut in Kirchhain/Hessen.

Hier der Link dazu:

http://www.youtube.com/watch?v=-ZQmm78nMnE

 

Am 26. August schrieb die Offenbach-Post über eine Serie von Beutendiebstählen in Südhessen. Ich hätte gerne den vollständigen Zeitungsartikel hier eingestellt und dazu die Offenbach-Post um Erlaubnis gefragt.

Bis heute habe ich nichts dazu von der Zeitung gehört. Deshalb gibt es hier nur den Link auf die online-Ausgabe des entsprechenden Zeitungsartikels:

 

http://www.op-online.de/lokales/nachrichten/langen/diebe-machen-imkern-leben-schwer-3075346.html

 

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